League of Independent Associations (LIA)

Satzung, beschlossen auf der Gründungssitzung vom 31.05.2007


  • Absichtserklärung:
    1. Ziel der LIA ist der Austausch zwischen unterschiedlichen Rollenspielen im Allgemeinen und Star Trek Rollenspielen im Besonderen. Damit sollen die Kommunikation gestärkt, Misstrauen und Vorurteile abgebaut und ein für alle Seiten fruchtbarer Austausch an Ideen befördert werden.
    2. Die LIA an sich ist eine Art Repräsentationsgremium unterschiedlicher Rollenspielgruppen, wobei jede Gruppe unabhängig bleibt.
    3. Die LIA ist keine Werbeplattform für Rollenspiele. Insbesondere wird das aktive Werben und Abwerben von Spielern anderer Rollenspiele abgelehnt und nicht akzeptiert.
  1. Ebenen der LIA:
    Die LIA wird in drei Ebenen untergliedert, an denen Rollenspielgruppen mitwirken können. Dabei sind die In-Game- und Meta-Ebene Star Trek Rollenspielen vorbehalten.
    1. Off-Game-Ebene
      Auf der Off-Game-Ebene erfolgt ein gleichberechtigter Austausch zu Organisationsformen, Spielweisen, Regeln und verwandte Themen. Auf dieser Ebene können sich sowohl offizielle Vertreter von Rollenspielgruppen als auch interessierte Einzelpersonen beteiligen.
    2. In-Game-Ebene
      Auf der In-Game-Ebene werden gemeinsame Rollenspiele zwischen den einzelnen Teilnehmergruppen gespielt. Ein Teilnehmer ist hierbei eine Rollenspielgruppe, die der LIA offiziell beigetreten ist. Als Bezugsinstanz agiert hier der Rat der LIA.
    3. Meta-Ebene
      In der Meta-Ebene erfolgt die formale Organisation des LIA-Rats. Hier werden Spielregeln und Organisationsfragen geklärt und Sonderpositionen vergeben. Differenzen zwischen Rollenspielgruppen sollen hier beigelegt werden. Auch an dieser Ebene sind nur Teilnehmergruppen beteiligt.
  2. Beitritt zur LIA:
    1. Ein offizieller Vertreter einer Rollenspielgruppe erklärt dem Rat der LIA gegenüber die Beitrittsabsicht seines Rollenspiels.
    2. Nachdem die Kontaktaufnahme einer Rollenspielgruppe zur LIA erfolgt ist, wird in der darauffolgenden Ratssitzung formal über die Aufnahme abgestimmt, dabei muss ein zeitlicher Abstand von fünf Tagen zwischen Kontaktaufnahme und Ratssitzung gewährleistet sein.
      Die Abstimmung findet geheim und unter Ausschluss der betreffenden Realität statt. Für die Aufnahme eines neuen Mitglieds ist eine 2/3-Mehrheit der anwesenden Realitäten erforderlich, wobei mindestens 51% der Realitäten vertreten sein müssen. Für die Ablehnung einer sich bewerbenden Realität muss ein triftiger Grund, z.B. ein Satzungsverstoß der betreffenden Gruppe, vorliegen.
    3. Wird die Aufnahme einer Gruppe beschlossen, erhält diese eine vorläufige Nummer zur Identifikation der Realitätsversion in der Form "VoR-NX-Y", wobei Y eine fortlaufend vergebene Nummer ist. Von diesem Zeitpunkt an ist die Rollenspielgruppe berechtigt, auf der Meta-Ebene mitzuarbeiten. Sie stellt einen Botschafterstab und erhält in Meta-Fragen das reguläre Stimmrecht wie Vollmitglieder. Die Gruppe erhält eine vorläufige Nummer zur Identifikation der Realitätsversion in der Form "VoR-NX-Y", wobei Y eine fortlaufend vergebene Nummer ist. Sie verpflichtet sich, innerhalb einer Frist von zwei Monaten im Rahmen einer Mission die Graviton Ellipse zu erforschen, um in die In-Game-Ebene einzutreten.
    4. Der endgültige Beitritt zur LIA wird mit der Herstellung eines Erstkontaktes mit der LIA im Rahmen einer ausgezeichneten Erstkontaktmission. Diese Mission muss das Öffnen eines Zugangs zur fixen Gravitonellipse und ein Eindringen in ebendiese beinhalten sowie die Kontaktaufnahme mit mindestens einem Vertreter einer LIA-Realität. Hierzu ist es erforderlich, dass mindestens ein Repräsentant der LIA als Gast an der Mission teilnimmt. Um dies gewährleisten zu können wird eine Ankündigungsfrist von mindestens zwei Wochen stark empfohlen.
      Die in der fixen Gravitonellipse beobachtbaren Phänomene sind auf jeden Fall in der vorgegebenen Weise auszuspielen um Anschlussprobleme zu vermeiden.
    5. Jedes durch die Durchführung der Beitrittsmission vollständig beigetretene Rollenspiel (= Realität) erhält zur Identifizierung eine nach Zeitpunkt des vollständigen Beitritts, also dem Zeitpunkt der Durchführung der Mission zur Entdeckung der Graviton Ellipse, durchnummeriert. Die Bezeichnung einer Realität wird abgekürzt mit "VoR-X", wobei X für die Nummer der Realitätsversion steht (z.B. VoR-0 = STRPGA, VoR-1 = Phoenix-Fleet). Die VoR-Nummer ist jeweils eindeutig einem einmal beigetretenen Rollenspiel zugeordnet und wird auch nach dessen eventuellem Ausscheiden nicht erneut vergeben.
  3. Rat der LIA:
    1. Der Rat der LIA ist die zentrale Organisation der LIA. Jede Rollenspielgruppe, die sich zur Teilnahme an In-Game-Ebene und Meta-Ebene entschließt, stellt eine Botschafterin oder einen Botschafter als Ratsmitglied.
    2. Jede Rollenspielgruppe kann über den Botschafter oder die Botschafterin hinaus bis zu drei weitere MitarbeiterInnen als Ratsmitglieder ernennen, die den BotschafterInnen zuarbeiten und sie bei Ratsversammlungen vertreten können. Diese erhalten innerhalb der LIA den Rang eines Gesandten.
    3. Jede Rollenspielgruppe hat innerhalb des Rates unabhängig von ihrer Größe oder der Zahl der gestellten Ratsmitglieder eine Stimme. Bei Anwesenheit des Botschafters oder der Botschafterin liegt das Recht zur Abstimmung bei diesen. Bei Abwesenheit greifen die internen Regelungen der jeweiligen Gruppe.
    4. Abstimmungen werden mit einfachen Mehrheiten entschieden. Auf Antrag, der mit einer 2/3-Mehrheit angenommen werden muss, werden Abstimmungen durch eine 2/3-Mehrheit entschieden.
    5. Die Satzung der LIA kann nur durch eine qualifizierte 2/3-Mehrheit erweitert und modifiziert werden. Zur Modifizierung können nur Ratsmitglieder votieren.
    6. Personen, die sich ausschließlich auf der Off-Game-Ebene beteiligen, gehören in keiner Weise dem Rat der LIA an und haben dort keine Befugnisse. Sie erhalten den Rang eines Konsuls.
  4. Ratsvorsitz:
    1. Der Ratsvorsitz leitet die Ratssitzungen, ernennt ProtokollführerInnen, erteilt das Rederecht, entzieht das Rederecht und beendet Ratssitzungen.
    2. Der Ratsvorsitz vertritt die LIA nach außen hin offiziell und fungiert als Ansprechpartner für alle Gruppierungen und Einzelpersonen.
    3. Der Ratsvorsitz fungiert als Streitschlichtungsinstanz zwischen Rollenspielgruppen der LIA.
  5. Wahl zum Ratsvorsitz:
    1. Der Ratsvorsitz wird von einem durch den Rat der LIA gewählten Ratsmitglied besetzt.
    2. Die Amtsdauer beträgt sechs Monate.
    3. Die Wahl ist frei, gleich und geheim, jede Rollenspielgruppe hat auch bei dieser Wahl nur eine Stimme. KandidatInnen müssen von anderen Rollenspielgruppen als der eigenen vorgeschlagen werden. KandidatInnen müssen ihre Nominierung annehmen.
    4. Die Wahlregelung wird vom Rat der LIA erstellt und verabschiedet.
  6. Gemeinsame Rollenspiele:
    1. Die Oberste interreale Direktive ist die wichtigste Regel in In-Game und Meta-Ebene. Danach besitzt jede Rollenspielgruppe/Realität die Meisterhoheit über ihre eigene Realität. Keine Rollenspielgruppe darf sich ohne Erlaubnis der betroffenen Gruppe in deren Belange einmischen. Wenn gemeinsame Missionen stattfinden, hat die Gastgebergruppe das Entscheidungsrecht für Meisterentscheidungen.
    2. Die Rollenspielrealitäten der LIA stehen zueinander in Kontakt über eine fixe Graviton Ellipse. Diese Ellipse muss jede teilnehmende Rollenspielgruppe zunächst entdecken und erforschen.
    3. Beim Rollenspiel, das zur Entdeckung der Graviton Ellipse führt, sollten Daten der LIA genutzt werden, um eine einheitliche Darstellung des Phänomens sicherzustellen.
    4. An der Mission zur Entdeckung der Graviton Ellipse soll nach Möglichkeit mindestens ein Vertreter der bisherigen LIA-Mitglieder teilnehmen.
    5. Vorgehensweisen bei der Interaktion zwischen einzelnen LIA-Mitgliedern werden bilateral im Vorfeld abgestimmt. Die Ergebnisse sollen dem Rat auf der Meta-Ebene vorgestellt werden.
    6. Verträge, Allianzen und Abkommen der In-Game-Ebene sind von Absatz e nicht betroffen.
Diese Satzung wurde beschlossen am 31.05.2007 von den Gründungsmitgliedern der LIA und ratifiziert am 19.06.2007 vom Rat der LIA